Hydrophilie als bestimmender Faktor des Stealth-Effekts von Polyphosphoester-funktionalisierten Nanoträgern

Johanna Simon, Thomas Wolf, Katja Klein, Katharina Landfester, Frederik R. Wurm*, Volker Mailänder*

*Corresponding author for this work

Research output: Contribution to journalArticleAcademicpeer-review

Abstract

Die Anbindung von Polymeren, besonders von Polyethylenglycol (PEG), ist eine effektive Methode, um die Plasma‐Halbwertszeit von Wirkstoffträgern zu verlängern. Dieser Effekt wird der allgemeinen Abnahme der Proteinadsorption auf hydrophilen Oberflächen zusammen mit der Adsorption spezifischer Proteine zugeschrieben, jedoch sind die molekularen Ursachen für den Erfolg von PEG und anderer hydrophiler Polymere weitgehend unbekannt. Um diesen Stealth‐Effekt der Polymerhülle besser kontrollieren zu können, wurden Polyphosphoester‐beschichtete Nanocarrier mit definiert hydrophilen Eigenschaften hergestellt. Dabei zeigte sich, dass der LogP‐Wert der Copolymere die Zusammensetzung der Proteinkorona sowie die Zellinteraktionen beeinflusst. Trotz signifikanter Änderung der hydrophilen Eigenschaften bleibt die Gesamtmenge der aus dem Blut adsorbierten Proteine auf den Nanocarriern gleich, während sich die Zusammensetzung der Proteinkorona verändert. Dies unterstreicht die Bedeutung der Proteinklassen in der Proteinkorona und deren Einfluss auf die zelluläre Aufnahme.
Original languageGerman
Pages (from-to)5647-5653
JournalAngewandte Chemie
Volume130
Issue number19
DOIs
Publication statusPublished - 4 May 2018
Externally publishedYes

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Simon, J., Wolf, T., Klein, K., Landfester, K., Wurm, F. R., & Mailänder, V. (2018). Hydrophilie als bestimmender Faktor des Stealth-Effekts von Polyphosphoester-funktionalisierten Nanoträgern. Angewandte Chemie, 130(19), 5647-5653. https://doi.org/10.1002/ange.201800272