Stoffkreisläufe für Elastomerprodukte: Stand der Dinge

Wilma K. Dierkes, H. van Hoek, Louis A.E.M. Reuvekamp, Sitisaiyidah Saiwari, Jacobus W.M. Noordermeer, Anke Blume

Research output: Contribution to journalArticleAcademic

Abstract

Aufgrund der Erschöpfung natürlicher Ressourcen und des wachsenden Bewusstseins für die begrenzte Kapazität der Erde, mit der Umweltverschmutzung fertig zu werden, ist es notwendig, für die gesamte Lebensdauer von Reifen Stoff- und Recyclingkreisläufe zu entwickeln. Auch andere Gummiprodukte können sich diesem Trend nicht entziehen und die Notwendigkeit einer umweltgerechten Entsorgung tritt zunehmend in den Fokus. Reifen stechen in diesem Zusammenhang besonders ins Auge: jährlich werden weltweit rund 800 Millionen verschrottet. Würde man diese (bei einer durchschnittlichen Breite von 25 cm) aufeinanderstapeln, wäre der Stapel 200 000 km hoch – das sind zwei Drittel der Entfernung zwischen Erde und Mond pro Jahr! Abgesehen von der Umweltbelastung, die diese Reifen darstellen, sind sie tatsächlich eine Rohstoffquelle für hochwertige Materialien, wenn es gelingt sie zu recyceln und in geeigneter Weise wiederzuverwerten. Der vorliegende Beitrag bietet eine Übersicht über die neuesten Entwicklungen im Recycling: die Devulkanisation von Gummiprodukten, darunter verschiedenste Arten von Reifen, und beschreibt den Forschungsbeitrag der Universität Twente auf diesem Gebiet. Er zeigt zudem auf, was bereits für die verschiedenen Kautschuktypen möglich ist, aber auch welche Hürden noch zu überwinden sind, bis Gummirecycling technologisch genauso selbstverständlich wird wie die Herstellung neuer Gummiprodukte.
Original languageGerman
Pages (from-to)642-650
Number of pages11
JournalGummi, Fasern, Kunststoffe
Volume71
Issue number12
Publication statusPublished - Dec 2018

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