Transparenz in der Nahrungsmittelkette: die Implikationen von Kommunikation und Vertrauen in Europäischen Politiknetzwerken

Doris Fuchs, A. Kalfagianni

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Abstract

Lebensmittelkrisen wie BSE, die Maul- und Klauenseuche oder die Geflügelpest haben die Nachfrage nach mehr Transparenz in den komplexen und hoch industrialisierten Lebensmittelketten zu einem Eckpunkt der politischen Diskussion gemacht. Während Transparenz eine intuitiv wünschenswerte Norm darstellt, ist die Ausführung und die Umsetzung einer entsprechenden Politik jedoch eine komplexe und hochpolitische Aufgabe. Der vorliegende Beitrag untersucht das politische Potential für eine aus der Perspektive der Nachhaltigkeit angemessene Transparenzpolitik in der Europäischen Union. Basierend auf einer Policy-Netzwerk Analyse zur Schweinefleischpolitik in der Europäischen Union sowie zweien ihrer Mitgliedsstaaten zeigt er, dass die derzeitigen Kommunikations- und Vertrauensbeziehungen in den relevanten Netzwerken gegen eine Entwicklung einer derartigen Politik sprechen. Insbesondere die Einbindung der relevanten öffentlichen Akteure in Kommunikations- und Vertrauenscluster mit den wirtschaftlichen Akteuren, die eine sehr begrenzte Transparenzpolitik befürworten, und die gleichzeitige Isolation der Verbraucher-, Umwelt- und Tierschutzverbände im Netzwerk weisen darauf hin, dass das politische Potenzial für die Nachhaltigkeit fördernde Transparenzpolitik sehr begrenzt ist.
Original languageGerman
Place of PublicationMünster
PublisherWestfälische Wilhelms-Universität, Institut für Politikwissenschaft, Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Nachhaltige Entwicklung
Number of pages23
Publication statusPublished - 2008

Publication series

NameSustainable Governance Discussion Paper
PublisherWestfälische Wilhelms-Universität, Institut für Politikwissenschaft, Lehrstuhl für Internationale Beziehungen und Nachhaltige Entwicklung
No.01/2008
Volume01/2008

Keywords

  • IR-98059
  • METIS-313168

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