Was gibt es vor einer Therapie mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten zu bedenken?

Research output: Contribution to journalArticleAcademicpeer-review

Abstract

In den vergangenen Jahren gab es große Fortschritte in der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Empfohlen werden je nach Krankheitsverlauf nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Corticosteroide (kortison-ähnliche Substanzen) und krankheitsmodifizierende Medikamente (meist mit DMARDs abgekürzt von englisch disease modifying antirheumatic drugs). Zu letzteren gehören die konventionellen Basismedikamente (wie Sulfasalazin und Methotrexat) und die Biologika (auf Erkenntnissen der Molekularbiologie beruhende Medikamente, beim Morbus Bechterew insbesondere die TNF-Blocker). Zwischen den Medikamenten gibt es große Unterschiede bezüglich Ansprechzeit, Art der Anwendung (oral, Injektion unter die Haut, Infusion in eine Vene), mögliche Nebenwirkungen und Kosten. Mit der zunehmenden Verbreitung neuer Behandlungs-Strategien werden sowohl Rheumatologen als auch Patienten mit komplexen Entscheidungen konfrontiert, denn die Wahl des richtigen Medikaments zum richtigen Zeitpunkt ist nicht nur eine Frage medizinischer Aspekte, sondern auch eine Frage der Situation und Interessenlage des Patienten. Die Beteiligung der Patienten an der Medikamentenwahl wird empfohlen, weil darin ein berechtigter Anspruch der Patienten gesehen wird und weil sie dann das Medikament bereitwilliger und zuverlässiger nehmen.1 Rheuma-Patienten sind besonders auf ausführliche Information angewiesen, um an diesem Entscheidungsprozess teilnehmen zu können. Wir haben untersucht, welche Gesichtspunkte für Patienten bei diesem Entscheidungsprozess wichtig sind und welche Informationen sie dazu benötigen.
Original languageGerman
Pages (from-to)20-22
JournalMorbus-Bechterew-Journal
Volume2015
Issue number143
Publication statusPublished - 2015

Keywords

  • METIS-316572
  • IR-100317

Cite this

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Was gibt es vor einer Therapie mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten zu bedenken? / Nota, Ingrid; Drossaert, Constance H.C.; Taal, Erik; van de Laar, Mart A F J.

In: Morbus-Bechterew-Journal, Vol. 2015, No. 143, 2015, p. 20-22.

Research output: Contribution to journalArticleAcademicpeer-review

TY - JOUR

T1 - Was gibt es vor einer Therapie mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten zu bedenken?

AU - Nota, Ingrid

AU - Drossaert, Constance H.C.

AU - Taal, Erik

AU - van de Laar, Mart A F J

PY - 2015

Y1 - 2015

N2 - In den vergangenen Jahren gab es große Fortschritte in der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Empfohlen werden je nach Krankheitsverlauf nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Corticosteroide (kortison-ähnliche Substanzen) und krankheitsmodifizierende Medikamente (meist mit DMARDs abgekürzt von englisch disease modifying antirheumatic drugs). Zu letzteren gehören die konventionellen Basismedikamente (wie Sulfasalazin und Methotrexat) und die Biologika (auf Erkenntnissen der Molekularbiologie beruhende Medikamente, beim Morbus Bechterew insbesondere die TNF-Blocker). Zwischen den Medikamenten gibt es große Unterschiede bezüglich Ansprechzeit, Art der Anwendung (oral, Injektion unter die Haut, Infusion in eine Vene), mögliche Nebenwirkungen und Kosten. Mit der zunehmenden Verbreitung neuer Behandlungs-Strategien werden sowohl Rheumatologen als auch Patienten mit komplexen Entscheidungen konfrontiert, denn die Wahl des richtigen Medikaments zum richtigen Zeitpunkt ist nicht nur eine Frage medizinischer Aspekte, sondern auch eine Frage der Situation und Interessenlage des Patienten. Die Beteiligung der Patienten an der Medikamentenwahl wird empfohlen, weil darin ein berechtigter Anspruch der Patienten gesehen wird und weil sie dann das Medikament bereitwilliger und zuverlässiger nehmen.1 Rheuma-Patienten sind besonders auf ausführliche Information angewiesen, um an diesem Entscheidungsprozess teilnehmen zu können. Wir haben untersucht, welche Gesichtspunkte für Patienten bei diesem Entscheidungsprozess wichtig sind und welche Informationen sie dazu benötigen.

AB - In den vergangenen Jahren gab es große Fortschritte in der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Empfohlen werden je nach Krankheitsverlauf nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Corticosteroide (kortison-ähnliche Substanzen) und krankheitsmodifizierende Medikamente (meist mit DMARDs abgekürzt von englisch disease modifying antirheumatic drugs). Zu letzteren gehören die konventionellen Basismedikamente (wie Sulfasalazin und Methotrexat) und die Biologika (auf Erkenntnissen der Molekularbiologie beruhende Medikamente, beim Morbus Bechterew insbesondere die TNF-Blocker). Zwischen den Medikamenten gibt es große Unterschiede bezüglich Ansprechzeit, Art der Anwendung (oral, Injektion unter die Haut, Infusion in eine Vene), mögliche Nebenwirkungen und Kosten. Mit der zunehmenden Verbreitung neuer Behandlungs-Strategien werden sowohl Rheumatologen als auch Patienten mit komplexen Entscheidungen konfrontiert, denn die Wahl des richtigen Medikaments zum richtigen Zeitpunkt ist nicht nur eine Frage medizinischer Aspekte, sondern auch eine Frage der Situation und Interessenlage des Patienten. Die Beteiligung der Patienten an der Medikamentenwahl wird empfohlen, weil darin ein berechtigter Anspruch der Patienten gesehen wird und weil sie dann das Medikament bereitwilliger und zuverlässiger nehmen.1 Rheuma-Patienten sind besonders auf ausführliche Information angewiesen, um an diesem Entscheidungsprozess teilnehmen zu können. Wir haben untersucht, welche Gesichtspunkte für Patienten bei diesem Entscheidungsprozess wichtig sind und welche Informationen sie dazu benötigen.

KW - METIS-316572

KW - IR-100317

M3 - Article

VL - 2015

SP - 20

EP - 22

JO - Morbus-Bechterew-Journal

JF - Morbus-Bechterew-Journal

SN - 1861-2105

IS - 143

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